11. November 2009

Roma



















Ich bin wieder gut gelandet am Montag Abend. Schön wars in der antiken Stadt. Das Wetter war durchwachsen, Regen und Sonne wechselte sich ab, aber es war deutlich milder als zuhause.

Vorallem am Samstag zeigte sich der Wettergott gnädig und gab einen wunderschönen Blick von der Engelsburg auf die Stadt am Tiber frei. Die Engelsbrücke (Pont Sant'Angelo) mit 10 Barocken Engeln wurde von Bernini geschaffen. Überhaupt bestimmte der Bildhauer Bernini im 17. Jahrhundert die Bauwerke der Stadt. Er stellte sich gut mit dem Klerus im Gegensatz zu seinem Konkurrenten Borromini, einem Freigeist der sich um eine neue Formensprache jenseits des Klassischen Kanon bemühte und später den Freitod wählte.

Berninis Werke sind in der Villa Borghese zu bestaunen, aktuell war dort eine Ausstellung der Kontraste zu sehen:
Caravaggio - Bacon. Wirklich ein gelungenes Experiment der Gegenüberstellung: moderne Malerei (70er Jahre) gegenüber Barocker Malerei. Die Lichtführung der Werke von Caravaggio ist einmalig…
Für die Galleria Borghese muss man allerdings Karten vorbestellen (geht einfach über das Internet)

Am Abend wurde immer geschlemmt, was ja zu befürchten war *lach*
Wenn das so weiter geht, schau ich aus wie eine der Protagonistinen auf den berühmten Bildern von Rubens (da hängen auch welche in der Galleria Borghese). Ich behaupte ja schon immer: DAS ESSEN an sich, haben die Italiener erfunden!

Am besten war das dinieren in der Vineria El Chianti nahe am Fontana di Trevi…
Und natürlich die unendlich vielen Caffeebars. Im stehen an der Bar kostet der "Cappu" in Rom nur einen Euro, wehe man setzt sich, dann kann das auch gerne mal das 3-5fache kosten vorallem in Nähe des Vatikans…

Überhaupt mussten wir feststellen beim Essengehen, was vermeintlich billig aussah, war nicht unbedingt günstig…
Die Römer machen das ganz geschickt. Wenn man das Lokal betritt, schaut es aus wie eine kleine familiäre Trattoria, aber geht man weiter eröffnen sich die wahren Pilger-Säle …
Und andersrum, da wo wie dachten es wird teuer wurden wir angenehm überrascht.


Ein wenig shoppen konnten wie uns auch nicht verkneifen…
Olivenöl und italienische Stiefel mussten mit in den Flieger;)

Ich war auch bei Borsalino, herrlich schöne Hüte, auch kleine für Frauen, wirklich für mich DER HUT…
Aber auch DER Preis so blieb es nur beim Anschauen;)

Der letzte Abend wurde im Jazzkeller verbracht, 2 Häuser weiter…

Fazit eine nette Reise in einem höchst angenehmen Hotel in der Nähe des Vatikans mitten in der City (klassisches Interieur, Stofftapeten, Marmorwaschbecken, kleine Fenster mit Fensterläden)
Gebucht habe ich Flug und Hotel zu einem Schnäppchenpreis im Internet.
Mitnehmen als Belege mussten wir nur den Ausweis, es reist sich angenehm so fast ganz ohne Papierkram…

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